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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hebis:77-27282
URL: http://ubm.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2011/2728/

Wüsten, Palmen und Basare - Die cineastische Geographie des imaginierten Orients

Zimmermann, Stefan

pdf-Format:
Dokument 1.pdf (71.225 KB)


Freie Schlagwörter (Deutsch): Filmgeographie, visuelle Geographie, Sozialgeographie, Kino, Orient
Freie Schlagwörter (Englisch): cinematic geography, visual geography, social geography, cinema, Orient
Fachbereich: 09: Chemie, Pharmazie und Geowissenschaft
DDC-Sachgruppe: 910 - Geografie, Reisen
DDC-Sachgruppe: 791 - Öffentliche Darbietungen, Film, Rundfunk
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Jahr: 2007
Publikationsdatum: 10.03.2011
Inhaltszusammenfassung auf Deutsch: Der Orient als geographischer Topos paust sich durch populäre Medien wie kaum ein anderer. Besonders das Kino vermag es diese Imagination aufscheinen zu lassen. Der cineastisch-imaginierte Orient existiert parallel zur Lebenswelt und konstituiert auf diese Weise eine ganz eigene Wirklichkeit. Gegenstand der Arbeit ist es die Konstruktionsprinzipien des cineastischen Orients zu entschlüsseln sowie eine dafür geeignete Analyseform zu entwickeln. Der Arbeit liegt ein Grundverständnis zugrunde, dass das Unterhaltungskino als ein besonderes Medium alltäglicher Imaginationen betrachtet und auf diese Weise Welt und Wirklichkeit generierend ist. Der empirisch-analytische Teil der Arbeit entwickelt aus tradiertem filmanalytischem Handwerkszeug eine geographische Filmlektüre. Die Analyse, bzw. Lektüre, der ausgewählten Filme durchleuchtet die vom Kino transportierten Mythen und die sich wiederholenden Narrative des cineastischen Orients. Die Lektüre orientiert sich dabei an visuellen und handlungszentrierten filmischen Topoi und liest diese als filmische Standardorte. Zudem werden existierende personengebundene Stereotype herausgearbeitet, die als Grundlage der Kreation des Anderen und als Konstruktionsprinzip des Fremden verstanden werden. Diese haben Konsequenzen für eine filmisch kommunizierte und geschaffene populäre Geopolitik und ermöglichen ein Verständnis der diskursiv-gesellschaftlichen Strukturen der Filme. Die innere Logik des cineastischen Orients ist dabei nicht nur auf Bilder oder nur auf die narrativen Elemente ausgerichtet, sondern erschließt sich aus deren Kombination. Die detaillierte Lektüre der in den Kommunikations-Prozess involvierten Sequenzen und Einstellungen zeigen schließlich, wie die globalen Bilderwelten des Kinos zum Bestandteil einer intermedial hervorgebrachten und im Laufe der Zeit gewachsenen Geographie geworden sind und welche Bedeutung und Funktion die filmimmanente Geographie für die Dramaturgie des cineastischen Orients besitzt.
Inhaltszusammenfassung auf Englisch: Not only that the Culture for which Hollywood has shown its greatest contempt has been the [Arab or] Middle East Culture, it always has been one of the most depicted regions. The Orient, i.e. North Africa and the Middle East, always stood in the focus of western imagination and is a permanent topos in western cinema. Research has shown that the represented geography and culture exists parallel to the life-world and helps shaping an idea of what is known as the Orient.The thesis demonstrates how cinema creates geographies and fosters exotic perceptions of regions, landscapes and cultures, using cognitive film theory as means of analysis. The internal logic of the cinematic Orient uses a combined approach to show how cinema’s narratives and visual culture has to be combined for a better understanding of what might be called a cinematic Orient.